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2005

VolleyPap 2005 in Darmstadt

Auch in diesem Jahr war der APV Dresden wieder mit zwei Teams beim Internationalen Volleyballturnier „Volleypap“ vertreten, bei dem wie immer auch Teilnehmer der Bildungsanstalten aus Helsinki, Tampere (beide Finnland), Darmstadt, München, Karlsruhe und Graz sowie Firmenmannschaften von SCA und Metso antraten. Für unser Absolventen-Team galt es in diesem Jahr, den Titel zu verteidigen, aber auch unsere Aktiven-Mannschaft rechnete sich Chancen auf eine gute Platzierung aus. Leider wurden beide Teams durch diverse kurzfristige Absagen stark dezimiert, was auch die Platzierungen widerspiegeln.

Bei unserer Anreise am Freitagabend wurden wir von den Aktivitas des APV Darmstadt herzlich empfangen und mit Speis und Trank versorgt. Zu späterer Stunde bezogen wir unser Quartier in der Sporthalle und absolvierten unsere erste und letzte Trainingseinheit. Der nächste Tag begann für beide Dresdner Teams nur wenig Erfolg versprechend. Wir starteten mit einer Reihe von Niederlagen in das Turnier. Das besserte sich erst gegen Mittag nach einer knapp 2stündigen Pause und dem Mittagsmahl. Gestärkt durch Pizza konnten beide Dresdner Teams jeweils noch zwei Spiele gewinnen, um dann aber trotzdem in der Vorrunde auszuscheiden. Bleibt zu erwähnen, dass es in diesem Jahr keine Verletzten gab. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr, wenn wir hoffentlich wieder mit einer größeren Gruppe nach Darmstadt reisen, um die Schmach dieses Jahres vergessen zu machen.
Wir danken den Aktivitas des APV Darmstadt für die Einladung zu diesem gelungenen Event.

Frederik Neumann

Bericht zur Weihnachtsfeier der Aktivitas des APV-Dresden

Die diesjährige Weihnachtsfeier fand am 06.12.2005 mit insgesamt 22 Studenten statt.
Bevor in den gemütlichen Teil des Abends übergegangen werden konnte, wurde die Wahl des neuen Vorstandes durchgeführt. Alle Kandidaten wurden einstimmig gewählt und nahmen die Wahl gerne an.
Zum neuen ersten Vorsitzenden wurde Christoph Tack gewählt. Er ist Wirtschaftsingenieur und studiert im 5. Semester, wie auch die Papiertechnikstudentin Anne-Kathrin Kuna, welche nun das Amt der 2. Vorsitzenden ausübt.
Der neue Kassenwart heißt Philip Möller und der Vergnügungsrat Sven Hoche. Beide studieren Papiertechnik im 7. Semester.
In seinem Amt bestätigt wurde Sven Rädel als Internetbeauftragter der ebenfalls im 7. Semester Papiertechnik studiert.
Der alte Vorstand Thomas Englisch (1. Vorsitzender) und Frederik Neumann (2. Vorsitzender) wurde von den Anwesenden Aktivitas entlastet.
Ich wünsche dem neuen Vorstand viel Erfolg und Spaß bei der Arbeit.
Im Anschluss wurde der Seminarraum zum Kino umfunktioniert und es gab einen Weihnachtsfilm bei Glühwein, Bier, Keksen und Würstchen mit Kartoffelsalat.
Nach dem Film ließ man den Abend in gemütlicher Runde ausklingen.
Die Aktivitas wünschen allen ein frohes Fest und ein gutes neues Jahr.

Thomas Englisch

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Zweites Wanderwochenende der Dresdner APV-Aktivitas in der Sächsischen

Wandern auf den Spuren Kellers

 

Das Wanderwochenende fand vom 07. bis 09. Oktober dieses Jahres statt. Leider mussten die Teilnehmer aus Karlsruhe und Graz kurzfristig absagen, dies tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch und so machten sich elf Dresdner Papiertechnikstudenten auf den Weg in die Sächsische Schweiz.
Wir trafen uns am Freitagnachmittag im Kinder- und Jugenddorf ERNA e.V. in Krippen, wo der Tag nach dem gemeinsamen Abendbrot bei Gespräch und Spiel endete.
Als wir am nächsten Morgen mit einem ausgiebigen Frühstück die Grundlage für die körperlichen Anstrengungen gelegt hatten, konnte die eigentliche Wanderung bei bestem Wetter beginnen.
Von unserer Unterkunft wanderten wir zunächst ins Tal zum Friedrich-Gottlob-Keller Museum in Krippen. Es befindet sich in dessen ehemaligen Wohnhaus, das durch den mechanischen Pressenschleifer vor der Haustür schon einen Hinweis auf die Bedeutung von Kellers Erfindung gibt. Durch die Ausstellung führte uns der junge Museumsmitarbeiter Martin Fiber, der uns die Geschichte der Erfindung so erklärte:

 


Nachbau der ersten
Holzschliffmaschine

Mitte des 19. Jahrhunderts erinnerte sich Keller an seine Kindheit, in der er aus Kirschkernen Ketten gebastelt hatte. Dabei rieb er die Kerne auf einer Steinunterlage, bis ein Ring entstand. Der Rückstand auf dem Stein wurde nach dem Trocknen zu einem festen, biegsamen Blatt und der Gedanke daran führte zu der Entwicklung der ersten Holzschliffmaschine. Ein Stück Holz liegt auf einem nassen, rotierenden Sandstein auf und der Abrieb sammelt sich in dem Wassertrog darunter. Aus dieser Suspension schöpfte Keller seine ersten Blätter und ließ das Verfahren der Holzschlifferzeugung 1844 patentieren. Die Keller’sche Erfindung bedeutete den Durchbruch, um Papier in unbegrenzten Mengen herzustellen, weil nun auf den Einsatz von Lumpen als Rohstoff verzichtet werden konnte.

Seine eigene Papiermühle in Kühnhaide (Erzgebirge) brachte ihm keinen Erfolg und so musste er hoch verschuldet alle Patentrechte abtreten. Schließlich ließ er sich in Krippen nieder, wo er zur Sicherung seines Lebensunterhaltes eine kleine Werkstatt betrieb. Sein Erfindergeist brachte immer wieder neue Ideen hervor, wie zum Beispiel den Bleistiftanspitzer, die Tastatur für Morsetelegraphen oder eine Fräsmaschine für Knöpfe. Die Zeichnungen bewahrte er in einer Truhe auf, die immer noch im Museum steht und mit ihrem ausgefallenen Schließmechanismus einen unserer Studenten beim vergeblichen Öffnungsversuch zur Verzweiflung brachte.

So gestärkt war diese erste Erhebung gut zu bewältigen. Vom Gipfel hatten wir eine wunderschöne Aussicht, die wir erst einmal auf uns wirken ließen, auch um Kräfte für das nächste Ziel zu sammeln: dem Großen Zschirnstein. Im Anschluss an die Führung konnten wir den Nachbau der ersten Schleifmaschine und auch andere Geräte ausprobieren. Herr Englick, der Museumsbetreuer und sein junger Kollege standen uns in der liebevoll gestalteten Ausstellung für zahlreiche Fragen gern zur Verfügung. Wir bedanken uns für dieses papiertechnische Erlebnis und wünschen dem Museum mit seinen Mitarbeitern noch viel Erfolg bei der Vermittlung von Wissen, das noch immer eine wichtige Rolle in der Papierindustrie spielt.
Vom Museum begannen wir den Aufstieg zum Zirkelstein, der aber noch von einem gemeinsamen Mittagessen, in einem am Wegesrand liegenden Gasthof, unterbrochen wurde. So gestärkt war diese erste Erhebung gut zu bewältigen. Vom Gipfel hatten wir eine wunderschöne Aussicht, die wir erst einmal auf uns wirken ließen, auch um Kräfte für das nächste Ziel zu sammeln: dem Großen Zschirnstein.

 


Praxiserfahrung an Kellers
Hobelmaschine

Bei dem langen Anstieg machte sich die ein oder andere erlaufene Blase schon bemerkbar, doch um den höchsten Berg der Sächsischen Schweiz (562 m) zu erklimmen, bissen alle die Zähne zusammen. Auf der Krone angekommen, erwartete uns der fantastische Blick auf die Sächsisch-Böhmische Schweiz.


Blick vom Großen Zschirnstein

Nach einer längeren Pause trieb uns der Hunger zurück zum Feriendorf, in dem wir unseren insgesamt dreißig Kilometer langen Fußmarsch beendeten. Mit Grillfleisch und Gerstensaft konnte der Substanzverlust wieder ausgeglichen werden und bei improvisierten Spielen, die zur allgemeinen Erheiterung beitrugen, ließen wir den Abend ausklingen.
Sonntagmorgen erfolgte nach dem Frühstück die Abreise der Wandersleute, denen es viel Spaß gemacht hat und deren universitäres Wissen, um eine papiergeschichtliche Erfahrung bereichert wurde.
Wir möchten auch im nächsten Jahr wieder ein Wanderwochenende veranstalten, zu dem wir unsere Hochschulkollegen gern wieder einladen.

Besonders erwähnenswert ist die überaus große Spendenbereitschaft aus der Industrie, ohne die diese Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre und deshalb bedanken wir uns im Namen aller Teilnehmer bei folgenden Unternehmen und Institutionen:

Amberger Kaolinwerke Eduard Kick GmbH & CO. KG,
degussa. Stockhausen GmbH & CO. KG,
emtec Electronic GmbH,
Felix Schoeller jr. Foto- und Spezialpapiere GmbH & CO. KG,
Gebr. Bellmer GmbH Maschinenfabrik,
Hercules GmbH Pulp & Paper Division,
Metso Paper GmbH,
Nordland Papier GmbH,
OEKOPHIL AG,
OMYA GmbH,
Papierfabrik Louisenthal GmbH Werk Königstein,
Schönfelder Papierfabrik GmbH,
Verband deutscher Papierfabriken e.V.,
VOITH Paper GmbH & CO. KG,
Württembergische Filztuchfabrik D. Geschmay GmbH & CO. KG

(Thomas Englisch, 1. Vorsitzender APV-Aktivitas Dresden)

Lehrstuhl für Papiertechnik des Instituts für Holz- und Papiertechnik der Fakultät Maschinenwesen an der TU Dresden © 2010