Hierfür wurde am Freitag im Naturfreundhaus Zirkelstein Quartier bezogen. Alsbald sollte sich herausstellen, dass die Betten des ehemaligen Kinderferienlagers für manche ein wenig zu klein waren. Dafür konnte die Herberge aber mit überaus nettem und flexiblem Personal punkten. Nachdem alle heil angekommen und das erste Mal verköstigt waren, konnte man sich am ersten Abend bei dem einen oder anderen Bier kennen lernen. |
Der Samstag begann mit einem gemeinsamen Frühstück und dem Abmarsch um 9.00 Uhr. Der Regen hatte gerade aufgehört und man war voller Zuversicht auf besseres Wetter - kneifen galt jetzt nicht. Kaum hatten wir aber die Elbe überquert wurden wir vom Regen eingeholt und leider auch bis zum Mittag begleitet. Da wir zwar das Papier studieren, nicht aber aus selbigem gemacht sind, wurde die Witterung aber ohne weiteres Murren ertragen. Dieses tapfere Ausharren sollte dann sogar mit Sonnenschein am Nachmittag belohnt werden. |  Der Rückmarsch wieder mit Sonnenschein
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 Dipl.-Ing. N. Döring bei seiner Führung durch die Neumannmühle
| Ziel der Wanderung war die Neumannmühle im Kirnitzschtal. Die Neumannmühle ist heute ein technisches Denkmal. Hier wurde früher mittels Wasserkraft Holz gesägt und später Holzschliff hergestellt. Dieser Umstand machte die Mühle zu einem attraktiven und interessanten Ziel für die Studenten der Papiertechnik. Dort angekommen wurden wir von Herrn N. Döring begrüßt. Herr Döring ist ebenfalls Mitglied des APV-Dresden und engagierte sich zusammen mit dem Verein Neumannmühle e.V., sodass diese nun als technisches Museum zu besichtigen ist. |
Bei seiner etwa 45-minütigen Führung durch die Mühle erfuhren wir viel Interessantes über die Geschichte des Holzschliffes sowie die Technik der damaligen Zeit. Es fehlte auch nicht am vollständigen Schaltschema der Anlage. Wer es genauer wissen wollte, erfuhr auch etwas über unterschlächtige Wasserräder, Vorlege- und Winkelgetriebe sowie Transmissionsriemen. |
Nun ging es in die benachbarte „Buschmühle“ zum Essen und vor allem zum Sachen trocknen. Nachdem die feuchten Jacken über den alten Kachelofen gehängt waren, der eine mollige Wärme in der alten Gaststube verbreitete, beschlugen auch alsbald die Fensterscheiben und es entstand eine fast romantische Atmosphäre.  Mittagessen in der Buschmühle
Der Rückweg führte uns dann am frühen Nachmittag vorbei an der Goldsteinaussicht. Für dieses einmalige Bild lohnte auch der steile Aufstieg. Dem erfahrenen Alpinisten werden vermutlich die überwundenen 400 Höhenmeter und 17 km Streckenlänge eher ein müdes Lächeln entlocken, trotzdem machte so mancher dann in der Herberge einen geschafften Eindruck.  Studenten aus Darmstadt, Dresden, Graz und Karlsruhe vor der imposanten „Goldsteinaussicht“
Zum Glück dauerte die Zeit bis zur Regeneration nur kurz, sodass zum geplanten Grillen alle wieder fit waren. Der Abend klang dann auch bei einem gemütlichen Zusammensein mit Steak, Würstchen Bier und Kartenspiel aus. Nach dem Frühstück am Sonntag mussten wir uns von einander verabschiedet. Die ersten Reaktionen aller Beteiligten der Wanderung fielen dabei durchweg positiv aus. Mit dem Versprechen in Kontakt zu bleiben fuhren dann die ersten Teilnehmer sicher heimwärts. Die übrigen gingen auf das Angebot ein, die Stadt Dresden zu besichtigen. Unser Rundgang führte an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Alt- und Neustadt vorbei. Zwinger, Hofkirche, Brühlsche Terassen, Fürstenzug und Semperoper gehörten genauso zum Programm wie die Lutherkirche, die Kunsthofpassage und der alte jüdische Friedhof in der Dresdner Neustadt. Ein Besuch in der Frauenkirche mit Vorführung eines Videos über die Wiedererrichtung des Gotteshauses war für alle faszinierend und interessant. Bevor sich auch diese Gruppe auflöste, genossen wir noch eine reichlich scharfe thailändische Spezialität. Die Gäste aus Karlsruhe blieben noch eine Nacht in unserer schönen Stadt. Für das Gelingen einer solchen Veranstaltung ist eine gute Organisation und die richtigen Leute allerdings nur die halbe Miete. Der andere Teil ist die Finanzierung. Im Vorfeld der Wanderung wurden deshalb die Partner in der Industrie und den Verbänden angesprochen. Für die überaus positive Resonanz möchten wir uns an dieser Stelle bedanken und allen Sponsoren versichern, dass die drei Tage in Dresden der Pflege und dem Knüpfen von Kontakten zwischen den Studenten der einzelnen Hochschulen überaus dienlich war. Es konnte ein Gefühl für das Leben an den anderen Hochschulen entwickelt werden. Und nicht zu letzt der Besuch in der Neumannmühle brachte vielleicht dem einen oder anderen auch ein Stückchen fachliche Weiterentwicklung. Darum seien an dieser Stelle alle Sponsoren im Einzelnen genannt: - Glashütter Pappen- und Kartonagenfabrik GmbH, Glashütte - OMYA GmbH, Köln - Ökophil - P.Keppler Verlag GmbH & Co. KG, Heusenstamm - Schönfelder Papierfabrik GmbH, Annaberg-Buchholz - UPM-Kymmene Papier GmbH & Co. KG, Augsburg - Verband Deutscher Papierfabriken e.V. (VDP), Bonn - Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag Redaktion Wochenblatt für Papierfabrikation, Frankfurt/M. - VOITH Paper Holding GmbH & Co. KG, Heidenheim - Württembergische Filztuchfabrik D. Geschmay GmbH, Göppingen |