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2009

Am 09.12.2009 besuchte eine Delegation bestehend aus
Dr. Robert Hilbing, Marco Esper, Jürgen Dočkal-Baur und Manfred Dreuse der Firma Voith AG das Institut für Holz- und Papiertechnik. Zweck dieses Besuches war es die Firma Voith den Studenten der Papiertechnik vorzustellen.

Den Beginn der Firmenpräsentation machte Dr. Robert Hilbing.
Er präsentierte anschaulich die Firma Voith im Allgemeinen, stellte die
vier Divisionen der Firma, Fiber & Environmental, Paper,
Automation und Fabric & Roll Systems, vor, gab Auskunft über die Historie und Entwicklung der Firma und ließ es sich abschließend auch nicht nehmen Voith als interessanten Arbeitgeber und Studienbegleiter vorzustellen.
Im Anschluss gab Marco Esper Aufschluss über effiziente Entwässerung
in der Pressenpartie. Dies bezüglich wurden Neuerungen bei Walzenbezügen und Filzen vorgestellt sowie Einsparungspotentiale aufgezeigt.
Nach einer kurzen Pause zeigte Jürgen Dočkal-Baur Entwicklungen des Papiermarktes an Hand von anschaulichen Statistiken auf und präsentierte danach moderne Stoffaufbereitungssysteme, erklärte Aufbau und Funktionsweise von Aggregaten und gab schemenhaft die neusten Entwicklungen an.

Anschließend überreichte der Vorsitzende der APV-Aktivitas Dresden,
Ronny Wurdinger, zum Dank den Vortragenden ein Gastgeschenk.
Zum Abschluss des Tages lud Voith die Lehrenden und Studenten zum Abendessen ins Feldschlösschen Stammhaus ein. Bei Speis und Trank entstanden noch einige interessante Gespräche und Diskussionen.

Maximilian Borngräber

Metso-Firmenpräsentation am 03.12.2009

Am 3.12.09 fand die erste Firmenpräsentation des Wintersemesters 2009/2010 am Lehrstuhl für Papiertechnik statt. Zu Gast war die Firma Metso mit den Referenten Gabriel Ortner, Ville Nikkanen und
Ulrich Vitzthum.

Zuerst begann Gabriel Ortner mit der Vorstellung von Metso. Dabei erklärte er, wie breit Metso aufgestellt ist und dass Metso Paper nur ein Teil des Unternehmens ist. Außerdem stellte er kurz die Standorte von Metso Paper Service und dessen Netzwerk in Europa vor. Danach berichtete er über die DIP-Linie und den darin enthaltenen Flotationszellen.

Als nächstes schilderte Ville Nikkanen, wie das Curtain Coating funktioniert. Dieses Thema hatte er schon vor 2 Jahren am Lehrstuhl behandelt und hat die Weiterentwicklungen in diesem Zeitraum dargestellt. Dazu zählt, dass in Dong Il in Südkorea dieses System als erstes Online funktioniert. Der Vorteil des Curtain Coating ist, dass es preiswerter als konventionelle Methoden arbeitet. Dabei ist die Entwicklung dieses Konzeptes noch nicht abgeschlossen.

Danach beschrieb Herr Nikkanen das OptiDry. Das OptiDry ist eine Prallströmtrocknung und funktioniert mit Gasbrenner. Es wird bisher in der Mitte und unter der Trockenpartie eingebaut. Es erhöht die Trocken-
kapazität ohne einer Verlängerung der Trockenpartie. Das OptiDry wurde zuerst speziell für den Umbau von Papiermaschinen entwickelt.
Aber nun wird es verstärkt auch in neugebauten Papiermaschinen verwendet.

Als letztes hielt Ulrich Vitzthum seinen Vortrag zum Thema Regelkonzepte für die Stoffaufbereitung – Nasspartie. Er unterstrich die Wichtigkeit des Themas damit, dass die Stoffqualität entscheidend für die Qualität des Endproduktes ist. Mit modernen Faseranalysen kann man den Prozess besser steuern. Dabei hilft das kajanni MAP, das online arbeitet. Es kann zum Beispiel bei der Mahlung eingesetzt werden, um die Qualität zu steigern und den Energieeinsatz besser zu steuern.

 

Nach dem fachlichen Teil wurde der Abend im Restaurant Maredo fortgesetzt. Hier ergab sich die Möglichkeit in beschaulicher Runde auf Themen einzugehen und Fragen zu beantworten.

Hiermit bedankt sich die Aktivitas des APV Dresden noch einmal für den gelungenen Abend und hofft auf ein Wiedersehen in naher Zukunft.

 

Sören Pudack

Ashland Hercules

Alljährlich findet die Firmenpräsentation von Ashland Hercules Water Technologie (AHWT) statt, so auch am 11.05.2009. Hierbei wurde diesmal über das Thema : „Die Beurteilung von Streichausschussbehandlung mittels Flowcytometrie“ referiert. Die Vortragenden waren Herr Johann Schulte und Herr Andreas Pohl, bei Ihnen möchten wir uns (ca. 20 Teilnehmer) recht herzlich bedanken.

 

Seit dem Zusammenschluss von Ashland und Hercules liegen heute die größten Absatzmärkte der AHWT in Europa und Nordamerika. Die Firma produziert verschiedene Erzeugnisse, davon sind 57% in der Papierindustrie in der Form von chemischen Hilfsstoffen zu finden. Weitere Produktanwendungsgebiete liegen
in der Schifffahrt, Kläranlagen und Erdölllagerstätten.

 

Die Flowcytometrie ist ein Messgerät, welches die bereits vorhandenen Standardmessmethoden von Störstoffbelastungen verbessert. Dies bedeutet, dass, anders als bei der herkömmlichen Summenparameterbestimmung, eine genauere Bestimmung von dem Ort der Störung, eine Auskunft über die Störstoffkonzentration und über das Verhalten mit Additiven möglich ist. Somit können Additive reduziert werden, ohne dabei die Störstoffbelastung am Ende des Prozesses zu erhöhen. Sie kann sogar verringert werden. In der Präsentation wurde auch ein Ausblick auf die zukünftige Nutzung dieser Messmethode gegeben. Einige Beispiele hierfür sind die Verbesserung von DIP – Anlagen, sowie auch der Einsatz in der Siebwasserprüfung, welcher „online“ mit dem Messgerät möglich ist.

 

Bei einem leckerem Essen im Altmarktkeller klang der Vortrag gemütlich aus. Nochmals vielen Dank an die Veranstalter für diesen interessanten Abend.

 

Stephan Schmieder

 

Firmenpräsentation Andritz Küsters

Am 21.04.2009 fand die erste Firmenpräsentation des Sommersemesters 2009 am Lehrstuhl für Papiertechnik statt. Etwa 20 interessierten Studenten brachten Stefan Wilms von Andritz Küsters und Niklaus Moor von Andritz BMB das Unternehmen nahe.

Die Andritz-Gruppe ist einer der Marktführer in den Bereichen Wasserkraft, Zellstoff- und Papierindustrie, Stahlindustrie, sowie Fest-Flüssig-Trennung, Futtermittel und Biomasse.

Zuerst begann Herr Wilms aus Krefeld mit einem Überblick über die Struktur und die Geschichte von Andritz Küsters. Danach ging er auf einzelne Produkte wie die „schwimmende Walze“ mit der eine Durchbiegungssteuerung möglich ist, Schuhpressen und Kalandern bis hin zur Bahnführungstechnologie, dem so genannten „Prime Feeder“-System ein.

Als zweiter Gast stellte uns Herr Moor mit sympathisch, schweizerischem Akzent kurz die Produktpalette des Standorts in Bülach/Schweiz vor. Von Blades, Luftbürsten, Auftragswerken und Feuchtwerken, Lufttrocknern und Schwebetrocknern und vielem mehr, interessierte die Zuhörenden besonders die von Andritz Küsters entwickelte Streichmaschine, welche in der Lage ist, viele verschiedene Streichschichten gleichzeitig auf das Papier zu übertragen.

Zum Abschluss zog sich die Runde in das ruhige Ambiente des Living an der Wilsdruffer Straße zurück, wo bei leckerem Essen und erfrischenden Getränken die restlichen Fragen an die Gäste gestellt werden konnten.

Der APV-Dresden bedankt sich bei der Firma Andritz Küsters und besonders bei Herrn Wilms und Herrn Moor für den gelungenen und interessanten Abend.

Steffen Richter

Firmenpräsentation der Firma HUYCK-WANGNER

Die Firma Huyck-Wangner, eine der weltweit führenden Hersteller von Bespannungen für Papiermaschinen und Industrietextilien, besuchte die Dresdner Aktivitas am 15.01.09 am Lehrstuhl und wurde dabei von Herrn Stefan Ernst vertreten.

2000 fusionierte die Firma Wangner mit der Firma Xerium. Seit 2007 arbeitet die Firma zusammen mit der Firma Huyck unter dem gemeinsamen Namen Huyck-Wangner.
Es werden im Moment 35 Produktionsstätten weltweit betrieben, die insgesamt ca. 3800 Mitarbeiter beschäftigen.

Der Konzern konzentriert sich verstärkt auf Europa. Dabei bildet Reutlingen eines der beiden Kompetenzzentren deutschsprachigen Raum. Die Herstellung in Reutlingen deckt einen breiten Bereich von Bespannungen ab. Neben Formatsieben werden auch Pressfilze und Trockensiebe hergestellt. Herr Ernst erläuterte uns ausführlich die Herstellung von Formatsieben. Dazu benötigtige man mindestens zwei Drähte, einen Kettdraht (Längsrichtung) und einem Schussdraht (Querrichtung), die heutzutage nicht mehr wie früher aus Metall (1 Woche Lebensdauer), sondern aus langlebigen Synthetikmaterial (6 – 10 Wochen Lebensdauer) gefertigt werden. Diese werden dann verwebt, wobei man zwischen drei Techniken unterscheidet:

-  Schützenspindel mit 40 Schuss/ Minute

-  Projektilmasche mit 85 – 95 Schuss/ Minute 

-  Bandgrüfer mit 33 – 47 Schuss/ Minute.

Dabei kann bis zu einer Breite von 15 Metern gewoben werden. Anschließend folgt eine Thermofixierung, um plastischen Verformung auszuschließen und das Sieb wird abgekühlt, bevor die Schussfäden der Siebe gespannt und zusammengewebt werden, um die Naht zu schließen. Das größte bis jetzt je hergestellte Sieb war 9 m breit und 150 m lang und damit das größte der Welt.Die Anforderungen an heutige Siebe sind vor allem durch die hohen Geschwindigkeiten (2000 m/min) und die Machinenbreite (über 11m) geprägt sowie an Qualität und Wirtschaftlichkeit ausgerichtet.

Nach Ende der Präsentation ließen wir den Abend durch einen Besuch des Restaurants „La Casina Rosa“ ausklingen.
Die Aktivitas bedanken sich ganz herzlich bei Herrn Ernst für diesen gelungenen Vortrag sowie die freundliche Einladung.

   

Lehrstuhl für Papiertechnik des Instituts für Holz- und Papiertechnik der Fakultät Maschinenwesen an der TU Dresden © 2010